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Was tun nach einem Unfall

10 wichtige Punkte, die Sie im Falle eines unverschuldeten Unfalls beachten sollten

  1. Sie haben grundsätzlich das Recht, einen Sachverständigen Ihrer Wahl zur Feststellung von Schadenumfang und Schadenshöhe und zur Beweissicherung zu beauftragen.
    Das gilt selbst dann, wenn die Versicherung des Unfallgegners ohne Ihre Zustimmung bereits einen Sachverständigen bestellt oder geschickt hat. Die Kosten für das Sachverständigengutachten sind erstattungspflichtig. Sofern jedoch ein sogenannter Bagatellschaden vorliegt (Schadenshöhe liegt nicht höher als bis 750 Euro) akzeptiert die Versicherung als Schadensnachweis zumeist einen Kostenvorschlag einer Fachwerkstatt.

  2. Die vollständige Beweissicherung über Schadenumfang und Schadenhöhe ist Voraussetzung dafür, dass Ihnen die Ihnen zustehenden Schadensersatzansprüche in vollem Umfang erstattet werden. Die Beweissicherung durch den Sachverständigen gewährleistet auch, dass der Unfallschaden vollständig erfasst und darauf hin beseitigt werden kann. Diese Beweissicherung wird in vielen Fällen auch dann benötigt, falls es später Streit über den Schadenhergang oder Probleme mit der Reparaturdurchführung geben sollte. Mit Hilfe des Gutachtens kann zudem die unfallbedingte Ausfallzeit des Fahrzeuges festgestellt werden, so dass Ersatzansprüche bezüglich Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung geltend gemacht werden können.

  3. Beim Verkauf eines instandgesetzten Fahrzeuges ist die Tatsache eines Unfalls mit Schadenshöhe über der Bagatellgrenze offenbarungspflichtig. Mit dem Schadengutachten nebst Lichtbildern kann dann einem eventuellen Kaufinteressenten der genaue Schadenumfang belegt werden.

  4. Die Höhe einer eventuellen Wertminderung Ihres Fahrzeugs kann in der Regel erst durch ein Gutachten belegt werden. Ohne unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Wertminderung, die bei neueren Fahrzeugen bis zu mehreren tausend Euro betragen kann.

  5. Ihnen steht es frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallgegner auf der Basis eines von Ihnen vorgelegten Schadengutachtens erstatten zu lassen (fiktive Abrechnung).

  6. Sie haben das Recht, Ihr Fahrzeug in einer von Ihnen ausgewählten Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren zu lassen.

  7. Benötigen Sie keinen Mietwagen und Ihr Fahrzeug steht Ihnen unfallbedingt nicht zur Verfügung, können Sie statt des Mietwagens eine Nutzungsausfallentschädigung geltend machen. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp. Die Eingruppierung des Fahrzeuges, nach der sich die Höhe des Nutzungsausfalles richtet, wird durch den Kfz-Sachverständigen vorgenommen.

  8. Halten Sie die Abwicklung des Unfallschadens stets in Ihren Händen, auch wenn Ihnen insbesondere von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die gesamte Abwicklung des Schadens angeboten wird. Lassen Sie es nicht zu, dass ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger durch das sogenannte Schadenmanagement der Versicherer ausgeschaltet wird.

  9. Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche können Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen - die Kosten hierfür hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich zu tragen.

  10. Der unabhängige Kfz-Sachverständige trägt also dazu bei, daß eine neutrale und unabhängige Ermittlung des Schadens vorgenommen wird.